Tomb of Nakhtamun TT335, Altägyptisches Grab in der thebanischen Nekropole, Ägypten
Das Grab des Nakhtamun TT335 ist ein unterirdischer Friedhofsbau an der Westseite des Nils mit mehreren Kammern, die mit Wandmalereien und Hieroglyphentexten dekoriert sind. Die Innenraume zeigen vorwiegend Malereien in Goldtonen und monochromen Darstellungen, die die Wande der drei Bestattungskammern bedecken.
Das Grabmonument stammt aus der Zeit der Ramesses II und Merenptah in der 19. Dynastie und wurde 1925 von dem franzosischen Egyptologen Bernard Bruyere entdeckt. Der Fund gehort zu einer Serie von erhaltenen Gräbern, die Aufschluss uber die Bestattungspraktiken dieser Zeit geben.
Die Wandmalereien zeigen Szenen aus dem alltäglichen Leben wie Jagd, Bankette und religiöse Zeremonien, die die Stellung und Tätigkeiten der Elite widerspiegeln. Diese Darstellungen geben Einblick, wie wohlhabende Ägypter ihre Freizeit verbrachten und welche Rituale ihnen wichtig waren.
Die Grabablagen befinden sich in einem unterirdischen Komplex, der von einem Schachteingang aus zugänglich ist, der typische Merkmale von Privatgräbern aus dieser Zeit aufweist. Besucher sollten mit unebenen Bodenflächen und niedriger Beleuchtung in den Innenkammern rechnen.
Der Grabherr war ein Bildhauer, der an königlichen Grabmalen im Tal der Könige arbeitete, was die Bedeutung handwerklicher Meisterschaft in der Gesellschaft belegt. Solche Gräber von kunstlerisch talentierten Handwerkern sind seltener als die der höher gestellten Beamten.
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