Bonifacio, Kalksteinfestung in Südkorsika, Frankreich
Bonifacio ist eine befestigte Stadt auf einem schmalen Kalksteinplateau, das 70 Meter über dem Mittelmeer am südlichen Ende Korsikas aufragt. Die Häuser drängen sich dicht an den Rand der weißen Klippen, während unten ein geschützter Naturhafen zwischen steilen Felswänden liegt.
Bonifatius II. von Tuszien gründete die Festung im Jahr 828 als Bollwerk gegen nordafrikanische Angriffe übers Meer. Genua übernahm die Stadt später und baute sie über Jahrhunderte hinweg zu einem wichtigen Stützpunkt im westlichen Mittelmeer aus.
Die Bewohner sprechen einen eigenen Dialekt, der sich vom Rest Korsikas unterscheidet und auf die lange genuesische Herrschaft zurückgeht. In den Gassen der Altstadt findet man noch Werkstätten, Bäckereien und kleine Läden, die nach alten Handwerkstraditionen arbeiten.
Die Oberstadt erreicht man vom Hafen aus über Treppen oder mit einem kleinen Touristenzug, der regelmäßig pendelt. An windigen Tagen sollte man vorsichtig sein, da die Wege am Klippenrand teilweise ungesichert sind.
Die Escalier du Roi d'Aragon führt in 187 Stufen durch die Felswand hinunter zum Meer und wurde der Legende nach in einer einzigen Nacht von aragonesischen Soldaten während einer Belagerung aus dem Kalk geschlagen. Tatsächlich gruben Mönche die Treppe über lange Zeit, um Trinkwasser aus einer Quelle am Fuß der Klippe zu holen.
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