Beram, Mittelalterliche Hügelsiedlung in Pazin, Kroatien
Beram ist eine mittelalterliche Siedlung auf einem Hügel in der Gespanschaft Istrien, nahe der Stadt Pazin. Die alten Steinhäuser gruppieren sich um die Kirche des Heiligen Martin in der Mitte und die Anlage ist noch weitgehend in ihrem ursprünglichen Zustand erhalten.
Die erste schriftliche Erwähnung von Beram stammt aus dem Jahr 911, aber die Besiedlung des Hügels reicht bis in die Bronzezeit zurück. Im Laufe der Zeit wurde der Ort mit doppelten Schutzmauern befestigt, von denen heute noch Reste sichtbar sind.
In der Kapelle der Heiligen Maria außerhalb des Dorfes befinden sich gotische Fresken aus dem 15. Jahrhundert, die eine sogenannte Totentanz-Szene zeigen. Auf diesen Bildern sind Menschen aus allen Gesellschaftsschichten dargestellt, die gemeinsam mit dem Tod tanzen, was ein verbreitetes Thema jener Zeit war.
Der Ort liegt auf einem steilen Hügel, daher sind festes Schuhwerk und eine gewisse Kondition empfehlenswert. Der ursprüngliche Eingang zur Siedlung ist noch vorhanden und dient als natürlicher Ausgangspunkt für eine Besichtigung zu Fuß.
Bei Ausgrabungen im Jahr 1883 wurden mehr als 170 Grabstätten mit Urnen entdeckt, was auf eine prähistorische Bevölkerung hindeutet, die diesen Ort lange vor dem Mittelalter nutzte. Diese Funde gehören zu den bedeutendsten ihrer Art in der Region Istrien.
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