Grenze zwischen Indien und Pakistan, Internationale Grenze in Südasien.
Die Grenze zwischen Indien und Pakistan erstreckt sich über etwa 3.300 Kilometer und durchquert Bergregionen, Wüstenlandschaften und dicht besiedelte Ebenen vom Kaschmir-Gebiet bis zur Sir-Creek-Mündung. Sie ist nachts durch eine durchgehende Kette von Scheinwerfern aus dem Weltraum sichtbar, die von bewaffneten Einheiten beider Länder betrieben werden.
Die Linie wurde 1947 gezogen, als Britisch-Indien in zwei unabhängige Staaten geteilt wurde, wobei der britische Jurist Cyril Radcliffe die religiöse Demografie als Hauptkriterium verwendete. Dieser Prozess führte zu massiven Bevölkerungsbewegungen und prägte die Region bis heute.
Die Zeremonie an der Grenze beginnt jeden Abend kurz vor Sonnenuntergang, wenn Soldaten in präzisen Schritten marschieren und Flaggen senken. Tausende Besucher versammeln sich auf beiden Seiten, um das Ritual zu beobachten und in einem Moment nationaler Hingabe zu klatschen und zu singen.
Der Übergang ist für Touristen nur an wenigen ausgewiesenen Punkten möglich, wobei Wagah-Attari die bekannteste Stelle für Reisende ist. Besucher sollten mehrere Stunden vor der abendlichen Zeremonie ankommen, da die Sitzplätze begrenzt sind und Sicherheitskontrollen obligatorisch durchgeführt werden.
Ein Korridor ermöglicht indischen Pilgern den visafreien Besuch eines Heiligtums auf pakistanischem Gebiet, wobei sie nur einen kurzen Weg von der Grenze aus zurücklegen müssen. Diese Passage wurde 2019 eröffnet und erleichtert den religiösen Zugang für Gläubige der Sikh-Gemeinschaft erheblich.
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