Pondicherry Museum, Kolonialmuseum in Puducherry, Indien
Das Pondicherry Museum ist ein staatliches Museum im Herzen von Puducherry, das in einem historischen Kolonialgebäude mit gelb-apricot-farbenen Fassaden untergebracht ist. Im Eingangsbereich und im Innenhof stehen große Steinskulpturen, während die Innenräume Bronzefiguren, Steinreliefs und Keramiken aus verschiedenen Epochen der südindischen Geschichte zeigen.
Das Gebäude wurde 1788 errichtet und diente der französischen Kolonialverwaltung lange Zeit als Gerichtsgebäude in der Region. Die meisten ausgestellten Objekte stammen aus Arikamedu, einem antiken Handelshafen, der Verbindungen zwischen Rom und den Königreichen Südindiens hatte.
Die Sammlung zeigt Alltagsgegenstände aus der französischen Kolonialzeit, wie Möbel und Haushaltsobjekte, die den Lebensstil der damaligen Bewohner widerspiegeln. Wer durch die Säle geht, erkennt, wie europäische und südindische Traditionen in einem gemeinsamen Wohnraum zusammengewachsen sind.
Der Museumsrundgang lässt sich gut zu Fuß absolvieren, da die Säle überschaubar sind und in einem ruhigen Tempo erkundet werden können. Es empfiehlt sich, auch im Innenhof Zeit einzuplanen, wo einige der größten Skulpturen unter freiem Himmel stehen.
Das Museum bewahrt drei historische Fahrzeuge auf: eine indische Sänfte, eine französische Kolonialkutsche und eine originale Rikscha, die zeigen, wie sich die Menschen in der Stadt früher fortbewegt haben. Diese Objekte stehen oft im Schatten der Skulpturensammlung, obwohl sie den Alltag der Kolonialzeit sehr direkt veranschaulichen.
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