Padule di Fucecchio, Süßwasserfeuchtgebiet in der Toskana, Italien
Padule di Fucecchio ist das größte Binnenland-Feuchtgebiet der Toskana und liegt zwischen den Provinzen Florenz und Pistoia. Es besteht aus einem weitläufigen Netz von Kanälen, Schilfflächen und flachen Wasserflächen, die von einem geschützten Naturgebiet umgeben sind.
Die Medici ließen im 16. Jahrhundert ein Netz von Kanälen anlegen, das die Wasserverhältnisse des Sumpfes dauerhaft veränderte. Die Cappiano-Brücke, die in dieser Zeit gebaut wurde, diente sowohl der Regulierung des Wassers als auch dem Handel.
Lokale Handwerker verwenden noch heute Schilf und andere Sumpfpflanzen, um Korbwaren und Möbelüberzüge herzustellen. Diese Praxis zeigt, wie die umliegenden Dörfer über Generationen eng mit dem Feuchtgebiet verbunden geblieben sind.
Das Gebiet verfügt über mehrere Beobachtungspunkte am Rand des Sumpfes, die sich gut zum Beobachten von Vögeln und anderen Tieren eignen. Im Frühjahr und Herbst ist die Tierwelt am aktivsten, weshalb diese Jahreszeiten für einen Besuch besonders geeignet sind.
In der Nacht vom 22. auf den 23. August 1944 wurden im Sumpfgebiet von Nazi-Truppen 175 Zivilisten aus den umliegenden Dörfern getötet. Dies war eines der schlimmsten Massaker an Zivilisten in der Toskana während des Zweiten Weltkriegs.
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