Ostia Antica, Archäologische Stätte in Lido di Ostia, Italien
Ostia ist eine ausgegrabene römische Hafenstadt im Lido di Ostia, deren Überreste Straßen, Geschäfte, Wohnhäuser, Lagerhallen, Theater und öffentliche Bäder entlang des Decumanus Maximus zeigen. Die Ruinen erstrecken sich über ein weites Gelände, auf dem Besucher zwischen antiken Gebäuden hindurchgehen und die Struktur einer römischen Stadt nachvollziehen können.
Die Siedlung entstand im 7. Jahrhundert vor Christus an der Tibermündung als Marinestützpunkt und entwickelte sich später zum wichtigsten Handelshafen Roms. Über die Jahrhunderte wuchs die Stadt, bis sie nach dem Zusammenbruch des Römischen Reiches nach und nach aufgegeben wurde.
Der antike Hafen diente Händlern aus dem gesamten Mittelmeerraum als Umschlagplatz, die ihre Waren in den großen Speicherhäusern lagerten, bevor sie nach Rom weitertransportiert wurden. Heute kann man an vielen Gebäudefassaden noch die Mosaike erkennen, die zeigen, welche Berufe dort ausgeübt wurden: Reeder, Bäcker, Getreideverkäufer oder Seilmacher hinterließen ihre Zeichen.
Das Gelände ist groß, daher sollten Besucher mehrere Stunden einplanen und bequeme Schuhe tragen, da die Wege uneben sein können. Im Sommer empfiehlt sich ein Besuch am Vormittag, da es später sehr heiß wird und Schatten begrenzt vorhanden ist.
Nach der Aufgabe der Stadt bedeckte Sand die Gebäude und schützte so viele Mosaike, Fresken und Strukturen über Jahrhunderte hinweg. Diese natürliche Konservierung erlaubt es heute, Details zu sehen, die an anderen römischen Stätten oft verloren gingen.
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