Lago delle Mischie, Stausee in Italien
Lago delle Mischie ist ein künstlich angelegtes Stausee in der Provinz Biella auf etwa 900 Metern Höhe, entstanden durch einen Damm über den Fluss Sessera. Der See hat eine gegabelte Form mit zwei Armen, die sich bei Montan aufzweigen, umgeben von Wäldern und Berghängen.
Die Diga wurde von der Familie Zegna in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts erbaut, um Wasserkraft für Fabriken in Trivero zu nutzen. Das Werk wurde in der zweiten Hälfte der 1930er Jahre fertiggestellt und in Betrieb genommen.
Der Name 'Mischie' könnte sich auf das Vermischen von Wassern beziehen oder einen Treffpunkt zwischen verschiedenen Gebieten darstellen. Besucher können hier die traditionelle Nutzung des Bergterritoriums durch Hirten und Bauern nachvollziehen, die in den alten Hütten und Weideland Spuren ihrer Präsenz hinterlassen haben.
Der See ist von Castagnea aus über einen unbefestigten Weg erreichbar, der etwa drei Stunden Wanderzeit in Anspruch nimmt und Auf- und Abstiege beinhaltet. Der Zugang zur Dammzone ist durch ein Tor kontrolliert, aber Fußgänger können die Gehwege nutzen; der Boden kann rutschig sein.
2008 wurden nach einem starken Sturm große Mengen an Sediment in den See gespült, was zum Rückgang der Forellenbestände und zur Veränderung des Ökosystems führte. Dieses Ereignis zeigte, wie verwundbar der künstliche Lebensraum gegenüber extremen Wetterereignissen ist.
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