Abbey of Frassinoro, Benediktinerabtei in Frassinoro, Italien.
Die Abtei von Frassinoro ist ein Benediktinerkloster in den Apenninen der Provinz Modena, gelegen auf etwa 1100 Metern Höhe unweit der Grenze zu Reggio Emilia. Das Ensemble besteht aus der Kirche Santa Maria Assunta sowie den angrenzenden Klostergebäuden, die heute teilweise als Ausstellungsraum für mittelalterliche Gegenstände und religiöse Objekte genutzt werden.
Die Abtei wurde 1071 von Beatrix von Lothringen und Mathilde von Tuszien gegründet und wurde schnell zu einem wichtigen Zentrum entlang der Via Bibulca, einer bedeutenden Pilgerroute zwischen Norditalien und Lucca. Die Verlegung der Reliquien des Heiligen Claudius hierher im Jahr 1072 verstärkte ihre Bedeutung als Station für Pilger aus dieser Region.
Die Kirche Santa Maria Assunta zeigt noch heute Stilmerkmale aus ihrer Gründungszeit, erkennbar an den Säulen und Kapitellen im Kirchenschiff. Besucher können die Schichten verschiedener Epochen in den Mauern und Dekorationen selbst erkennen.
Das Kloster liegt auf einer Bergstraße, die in der kalten Jahreszeit wetterbedingten Beschränkungen unterliegen kann. Es wird empfohlen, sich vor dem Besuch über die aktuelle Zugänglichkeit und die Öffnungszeiten zu informieren, da sich diese je nach Jahreszeit ändern können.
Das Kloster bewahrt in seinen Mauern noch immer Spuren der mittelalterlichen Fernhandelswege, die durch diese bergige Region führten und Reisende aus vielen Ländern anzogen. Die geografische Lage ermöglichte es hier, sowohl als geistliches Zentrum als auch als praktische Station für die Bewegung von Waren und Menschen zu funktionieren.
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