Zuigan-ji, Buddhistischer Tempel in Matsushima, Japan
Zuigan-ji ist ein buddhistischer Tempel des Rinzai-Zen in der Küstenstadt Matsushima in der Präfektur Miyagi und gilt als Nationalschatz Japans. Die Anlage besteht aus einem großen Hauptgebäude aus Holz, einem ehemaligen Küchengebäude für Mönche sowie weiteren traditionellen Bauten, die zusammen ein geschlossenes historisches Ensemble bilden.
Zuigan-ji wurde 828 in der Heian-Zeit gegründet und stand zunächst der Tendai-Schule des Buddhismus nahe. Im Laufe der Kamakura-Zeit wurde es in einen Zen-Tempel der Rinzai-Schule umgewandelt, und Anfang des 17. Jahrhunderts ließ der Feudalherr Date Masamune die Anlage umfassend erneuern, was ihr ihr heutiges Aussehen verlieh.
Der Tempel ist seit Jahrhunderten ein Ort des Rinzai-Zen-Buddhismus, und diese Tradition ist im Alltag noch spürbar: Mönche halten Zeremonien ab, und Besucher können an Meditationssitzungen teilnehmen. Jedes Jahr im November findet ein Fest zu Ehren des Haiku-Dichters Matsuo Basho statt, der die Gegend 1689 besuchte und sie in seinen Versen beschrieb.
Der Tempel liegt nur wenige Gehminuten vom Bahnhof Matsushima-Kaigan entfernt und ist gut zu Fuß erreichbar. Der Eintritt umfasst den Zugang zum Tempelgebäude und zum Museum Seiryuden. Die Öffnungszeiten variieren je nach Jahreszeit, daher empfiehlt es sich, dies vorab zu prüfen.
Entlang des Zugangswegs befinden sich in den Felshängen alte Höhlen, in denen Mönche meditiert und gelebt haben sollen. Einige dieser Höhlen sind noch heute sichtbar und geben einen unmittelbaren Eindruck vom alltäglichen Leben der Mönche früherer Jahrhunderte.
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