Dōjima Rice Exchange, Reismarkt in Dojimahama, Japan
Die Dōjima-Reisbörse war ein Handelsplatz entlang des Dōjima-Flusses, an dem Makler und Kaufleute Reisverkäufe organisierten und abwickelten. Das Gebäude folgte dem kaisho-System, einem offenen Handelssystem, bei dem Transaktionen transparent und nach festgelegten Regeln stattfanden.
Die Börse wurde 1697 gegründet und entwickelte sich zu einem der wichtigsten Handelsplätze Japans für Reisverkäufe. Das Tokugawa-Shogunat erkannte ihre Bedeutung an und gab ihr 1773 offizielle Autorität, um den Reishandel in ganz Japan zu regulieren.
Die Börse verwandelte Reis von einem Grundnahrungsmittel in ein Finanzinstrument und führte Terminkontrakte in das japanische Wirtschaftssystem ein.
Das Gelände war entlang des Flusses leicht zugänglich und die Hallen boten Schutz vor Wetter während des täglichen Handels. Besucher können die Überreste und Nachbildungen sehen, um zu verstehen, wie Kaufleute und Makler täglich arbeiteten.
Der Ort war Japans erste Börse, die Terminkontakte für Reis entwickelte und damit ein modernes Finanzsystem schuf, lange bevor solche Praktiken im Westen entstanden. Diese Innovationen zeigten, wie Japans Kaufleute wirtschaftliche Komplexität erfanden, um mit Unsicherheiten beim Reishandel umzugehen.
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