Shinjuku Golden Gai, Barviertel in Kabukicho, Japan
Shinjuku Golden Gai ist ein Netz von schmalen Gassen mit winzigen Bars und Lokalen im Vergnügungsviertel Kabukichō in Tokio, Japan. Die zweigeschossigen Holzbauten stehen dicht an dicht und bilden ein Labyrinth mit steilen Treppen und handbemalten Schildern.
Das Viertel entstand kurz nach dem Zweiten Weltkrieg als Teil des Schwarzmarkthandels im zerstörten Tokio. Es überlebte mehrere Abrisspläne in den 1980er Jahren und wurde später von der Stadt als erhaltenswertes Kulturgut anerkannt.
Viele Inhaber kennen ihre Gäste persönlich und führen die Lokale seit Jahrzehnten mit einem festen Stammpublikum. Die kleinen Räume bieten oft nur fünf oder sechs Plätze und fördern so Gespräche zwischen allen Anwesenden.
Die Gassen sind nach Einbruch der Dunkelheit am lebendigsten und die meisten Lokale öffnen erst spät am Abend. Einige Bars verlangen eine kleine Eintrittsgebühr und bitten Gäste, vor dem Fotografieren um Erlaubnis zu fragen.
Mehrere Gebäude wurden nach einem Brand im Jahr 2016 originalgetreu wieder aufgebaut und bewahren dabei das nachkriegszeitliche Erscheinungsbild. Einzelne Bars haben keine Toiletten und teilen sich Gemeinschaftseinrichtungen am Ende der Gasse.
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