Jichi Medical University, Medizinische Universität in Shimotsuke, Japan
Jichi Medical University ist eine medizinische Hochschule in Shimotsuke in der Präfektur Tochigi, die mehrere spezialisierte Einrichtungen auf einem zusammenhängenden Campus vereint. Der Komplex umfasst Vorlesungssäle, Forschungslabore, eine Krankenhausanlage für klinische Ausbildung und Verwaltungsgebäude, die durch Fußwege und Grünflächen verbunden sind.
Alle 47 Präfekturen Japans gründeten diese Universität gemeinsam im Jahr 1972, um Ärzte für Regionen mit Ärztemangel auszubilden. Die Initiative reagierte auf die wachsende Ungleichheit in der medizinischen Versorgung zwischen städtischen Zentren und ländlichen Gemeinden in der Nachkriegszeit.
Die Universität trägt ihren Namen vom japanischen Wort "jichi", das für lokale Selbstverwaltung steht und ihr Engagement für die medizinische Versorgung unterversorgter ländlicher Regionen widerspiegelt. Die Studierenden verpflichten sich nach ihrem Abschluss mehrere Jahre in abgelegenen Präfekturen zu arbeiten, was die Campusatmosphäre durch eine spürbare Ausrichtung auf den sozialen Dienst prägt.
Der Campus liegt an der Jichi Medical University Station der Utsunomiya-Linie und ist in etwa 90 Minuten von Tokio aus erreichbar. Besucher sollten vor einem Besuch um Erlaubnis bitten, da es sich um eine Bildungs- und Gesundheitseinrichtung mit begrenztem öffentlichem Zugang handelt.
Ein Forscher hier erhielt im Jahr 2008 eine Förderung von der Gates Foundation zur Entwicklung sogenannter fliegender Spritzen, die Impfstoffe durch genetisch veränderte Moskitos verabreichen sollten. Das Projekt zielte darauf ab, Impfkampagnen in Regionen mit schwer erreichbarer Bevölkerung zu vereinfachen.
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