Okinoshima, Heilige Insel in Munakata, Japan.
Okinoshima ist eine Insel im Japanischen Meer innerhalb der Präfektur Fukuoka, die sich 60 Kilometer vor der Küste etwa einen Quadratkilometer weit erstreckt. Der höchste Punkt liegt 244 Meter über dem Meeresspiegel, und das felsige Gelände ist größtenteils mit Wald bedeckt.
Seit dem vierten Jahrhundert diente die Lage als Orientierungspunkt für Schiffe zwischen Japan und Korea. Archäologen haben hier 80.000 Objekte ausgegraben, darunter Goldringe und andere Handelsgüter aus längst vergangenen Zeiten.
Der Name bezieht sich auf die Lage weit draußen im Meer, wo die Insel als Wohnsitz einer Gottheit gilt. Besucher dürfen nichts vom Ufer mitnehmen, und jeder, der das Land betritt, muss sich rituell im Meerwasser reinigen.
Der Zugang ist nur männlichen Shinto-Priestern und autorisierten Wissenschaftlern mit Sondergenehmigung gestattet. Die Küste ist steil und felsig, weshalb Anlandungen nur bei ruhigem Wetter möglich sind.
Ein einzelner Priester wohnt hier für jeweils zehn Tage und wechselt sich mit etwa zwei Dutzend anderen ab. Während seines Aufenthalts führt er täglich Gebete und Rituale durch und lebt völlig allein.
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