Moyoro Shell Midden, Archäologischer Muschelberg in Abashiri, Japan.
Das Moyoro Shell Midden ist ein archäologischer Fundplatz an der Nordseite des Abashiri-Flusses, der Schichten von Muschelschalen und Alltagsgegenständen aus alter Zeit birgt. Die Stätte umfasst Reste von Wohnstätten und ist heute teilweise freigelegt, mit einem angrenzenden Museum, das ausgegrabene Gegenstände zeigt.
Die Ausgrabungen begannen 1913 und offenbarten, dass eine vom Ainu- und Jomon-Volk unterschiedliche Bevölkerung diese Stätte vom 8. bis 12. Jahrhundert bewohnte. Diese Entdeckungen veränderten das Verständnis der frühen Besiedlung in der Region.
Der Fundplatz zeigt Spuren einer Gemeinschaft, die in sechseckigen Grubenhäusern zusammenlebte und deren religiöse Praktiken durch entdeckte Gegenstände erkennbar werden. Die ausgegrabenen Objekte deuten auf spirituelle Bräuche hin, die in der Alltagswelt dieser Menschen verankert waren.
Der Ort ist leicht erreichbar und lädt zum Spazieren entlang der archäologischen Flächen ein, wo informative Tafeln die Funde erklären. Das angrenzende Museum bietet einen guten Überblick über die ausgegrabenen Gegenstände und ermöglicht ein tieferes Verständnis des Fundplatzes.
Die Begräbnisse an dieser Stätte folgen ungewöhnlichen Praktiken, bei denen Körper mit gefalteten Gliedmaßen positioniert und Köpfe unter Gefäßen bedeckt wurden. Diese Bestattungsform unterscheidet sich deutlich von anderen bekannten Praktiken und wirft Fragen über die Weltanschauung dieser Menschen auf.
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