Denshōen, Freilichtmuseum in Tōno, Japan.
Das Denshōen ist ein Freilichtmuseum in Tōno, einer Stadt in der Präfektur Iwate, Nordjapan, das traditionelle Bauernhäuser und landwirtschaftliche Gebäude aus der ländlichen Region zeigt. Zu den bemerkenswerten Bauten gehört das Magariya-Haus der Familie Kikuchi, ein geschwungenes Gebäude, in dem Menschen und Tiere einst unter einem Dach lebten.
Das Museum wurde gegründet, um die Bautradition und die ländliche Lebensweise der Region Tōno zu erhalten, die durch die Werke des Schriftstellers Yanagita Kunio im frühen 20. Jahrhundert bekannt wurde. Das Magariya-Haus der Familie Kikuchi, eines der ältesten erhaltenen Gebäude des Geländes, wurde als nationales Kulturgut eingestuft.
Die Anlage enthält das Oshirasama-Heiligtum, in dem Hunderte kleiner Holzpuppen ausgestellt sind, die in der Volksreligion Nordostjapans eine Rolle spielen. Diese Figuren wurden von Gläubigen verehrt und mit Stoff bekleidet, eine Praxis, die man noch heute in der Sammlung nachvollziehen kann.
Das Gelände wird zu Fuß erkundet, und festes Schuhwerk ist empfehlenswert, da die Wege über Gras und unbefestigte Flächen führen. Ein ausführlicher Besuch dauert mehrere Stunden, daher empfiehlt es sich, früh am Tag zu kommen.
Der Schriftsteller Sasaki Kizen, der in Tōno geboren wurde, verbrachte sein Leben damit, die mündlichen Überlieferungen der Region zu sammeln, bevor sie in Vergessenheit gerieten. Einige der Geschichten, die er aufzeichnete, beschreiben direkt die Orte und Gebäude, die heute auf dem Museumsgelände zu sehen sind.
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