Kichijō-ji, Buddhistischer Tempel in Kawaba, Japan
Kichijō-ji ist ein buddhistischer Tempel in Kawaba, Japan, der inmitten hoher Bäume liegt und aus mehreren Zeremonialgebäuden sowie einem achteckigen Pavillon mit chinesischen Architekturelementen besteht. Eine Steinbrücke, die von Elefantenstatuen flankiert wird, führt zum Hauptgebäude, während im gesamten Gelände Statuen und Holzschnitzereien verteilt sind.
Der Tempel entstand unter dem Einfluss hinduistischer und buddhistischer Traditionen, die über Zentralasien und China nach Japan gelangten, bevor sie sich in der Nara-Zeit (8. Jahrhundert) dort fest etablierten. Die Verehrung von Kichijōten und Bishamonten, beides Gottheiten hinduistischen Ursprungs, zeugt von diesem langen Weg der religiösen Überlieferung.
Der Name des Tempels leitet sich von der buddhistischen Gottheit Kichijōten ab, einer Göttin des Glücks und der Schönheit, die in Japan seit dem Altertum verehrt wird. Besucher können an den Altären Opfergaben und Räucherstäbchen sehen, die von Gläubigen hinterlassen wurden, die um Glück und Wohlstand bitten.
Das Tempelgelände lässt sich gut zu Fuß erkunden, und der Besuch lohnt sich zu jeder Jahreszeit, wobei Herbst und Frühjahr besonders reizvoll sind. Wer eine ruhigere Erfahrung sucht, kommt am besten unter der Woche und am frühen Morgen.
Obwohl das Gebiet um Kawaba heute vor allem für seine Reisfelder bekannt ist, war es einst ein Ort, an dem sich verschiedene religiöse Strömungen aus ganz Asien begegneten und vermischten. Das achteckige Gebäude des Tempels, eine in Japan seltene Form, wurde bewusst gewählt, da die Acht in der asiatischen Überlieferung als Glückszahl gilt.
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