Gumyō-ji, Buddhistischer Tempel in Yokohama, Japan
Gumyō-ji ist ein buddhistischer Tempel im Stadtteil Gumyōji in Yokohama, Japan, bekannt für seine elfköpfige Kannon-Statue aus einem einzigen Ulmenholz aus der Heian-Zeit. Der Komplex umfasst mehrere Gebäude aus dunklem Holz zwischen alten Bäumen und einer Steintreppe, die zu den Haupthallen führt.
Ein Mönch namens Gyōki gründete den Tempel im achten Jahrhundert, während die Hōjō-Familie später Ländereien spendete. Die Tokugawa-Regierung erkannte den Ort als offizielle religiöse Einrichtung an und unterstützte seine Erhaltung über mehrere Generationen.
Der Kloster markiert den vierzehnten Halt auf dem Bando-Pilgerweg, einer Route mit drei und dreißig heiligen Stationen, die durch die östlichen Regionen Japans führt. Pilger sammeln oft spezielle Stempel in handgebundenen Heften, die sie als Erinnerung an ihre geistige Reise aufbewahren.
Die Anlage öffnet jeden Tag zwischen acht Uhr morgens und fünf Uhr nachmittags, während das Stempelbüro von neun bis sechzehn Uhr arbeitet. Vom Bahnhof Gumyōji sind es nur zwei Minuten zu Fuß über eine ebene Straße mit guter Beschilderung.
Das Holz unter den Füßen der Besucher stammt aus der Mitte des elften Jahrhunderts und ist der älteste religiöse Boden in Yokohama. Während späterer Renovierungen wurden die originalen Bretter sorgfältig erhalten, wodurch jeder Schritt eine direkte Verbindung zur mittelalterlichen Handwerkskunst ist.
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