Hayachine Kagura, Traditioneller Ritualtanz am Hayachine-Schrein in Hanamaki, Japan.
Hayachine Kagura ist eine traditionelle Ritualtanz-Form, die an der Hayachine Schrein in Hanamaki aufgeführt wird. Die Aufführung besteht aus zwölf verschiedenen Tänzen, die von Trommeln, Beckern und Flöten begleitet werden, während die Tänzer während der gesamten Zeremonie traditionelle Masken tragen.
Diese Tanzform entstand im 14. Jahrhundert durch Bergasketen, die Elemente von Shinto-Ritualen und buddhistischen Praktiken am Berg Hayachine miteinander verbanden. Mit der Zeit wurde diese Praxis zur festen Tradition der Region und beeinflusste andere lokale Formen der rituellen Ausdrucksweise.
Die Tänzer erzählen alte Geschichten durch genaue Bewegungen und Gesten, wobei Techniken seit Generationen von engagierten Praktizierenden weitergegeben werden. Diese Bewegungssprache ist für die Menschen vor Ort ein Weg, ihre Verbindung zur lokalen Geschichte und zum Berg Hayachine auszudrücken.
Die vollständige Aufführung dauert etwa fünf Stunden beim jährlichen Festival am 1. August, während kürzere Versionen das ganze Jahr über bei regionalen Veranstaltungen stattfinden. Es ist ratsam, sich vorher über spezifische Aufführungstermine zu informieren, da die Verfügbarkeit je nach Jahreszeit unterschiedlich sein kann.
Der abschließende Tanz zeigt einen Performer mit einer Shishi-Maske, die die Berggottheit Seoritsu darstellt und den rituellen Zyklus abschließt. Diese symbolische Figur wird als Wendepunkt der gesamten Zeremonie wahrgenommen, wobei ihre Erscheinung das Publikum in eine andere spirituelle Stimmung versetzt.
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