Shiryōkan, Geschichtsmuseum in Ōdōri Nishi, Sapporo, Japan
Das Shiryōkan nutzt das Gebäude des ehemaligen Berufungsgerichts von Sapporo, das im August 1926 am Westende des Ōdōri-Parks fertiggestellt wurde. Die Außenwände bestehen aus Sapporo-Weichstein, die Innenwände aus Ziegel; Teile des Obergeschosses, Balken, Treppen und Säulen sind aus Stahlbeton. Im Inneren liegen ein wiederhergestellter Strafgerichtssaal aus der Taishō-Zeit und sechs Galerien.
Das Berufungsgericht von Sapporo zog 1921 aus Hakodate um; der Bau seines neuen Sitzes begann 1922, wurde nach dem Großen Kantō-Erdbeben verkleinert und im August 1926 vollendet. Bis 1973 tagte hier das Obergericht von Sapporo, dann zogen die Gerichte um. 1997 als materielles Kulturgut eingetragen, wurde der Bau 2020 als ehemaliges Berufungsgerichtsgebäude von Sapporo samt zwei Toren zum wichtigen Kulturgut erklärt.
Der Name des Gebäudes stammt von seiner Wiedereröffnung 1973 als städtisches Archiv, nachdem das Obergericht Sapporo ausgezogen war. Ein Gedenkraum ehrt den in Sapporo geborenen Manga-Zeichner Ōba Hiroshi, und sechs kleine Galerien zeigen Ausstellungen lokaler Bürgergruppen. Herzstück ist der wiederhergestellte Strafgerichtssaal aus der Taishō-Zeit.
Das Gebäude bildet den westlichen Abschluss des Ōdōri-Parks, gegenüber dem Fernsehturm am Ostende, wenige Gehminuten von der U-Bahn-Station Nishi 11-chōme. Seit dem 1. August 2006 wird es von einem beauftragten privaten Verwalter betrieben. Die Fassade wird seit Mai 1987 nachts beleuchtet.
Von außen wirkt das Haus wie massiver Stein, doch die Wände bestehen aus Sapporo-Weichstein mit Ziegeln innen; Teile des Obergeschosses, Balken, Treppen und Säulen sind aus Stahlbeton. Es ist das größte erhaltene Gebäude der Stadt aus Sapporo-Weichstein, einem Gestein, das nach dem Krieg kaum noch abgebaut wurde.
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