Muryō-ji Temple, Buddhistischer Tempel in Gamagōri, Japan
Muryōji ist ein Tempel der Shingon-Daigo-ha in Gamagori, Präfektur Aichi, auch Nishiura Fudō genannt. Die Haupthalle ist ein großer Holzbau mit einem breiten grauen Ziegeldach, dessen Ecken aufschwingen, dunkelbraunen Pfosten und getäfelten Wänden sowie einem geschwungenen, geschnitzten Giebel mit Goldakzenten über dem zurückgesetzten Eingang. Steinstufen führen zwischen zwei hohen schwarzen Metalllaternen auf grauen Steinsockeln hinauf.
Der Muryō-ji wurde in der Heian-Zeit gegründet und gehört zum Daigo-Zweig des Shingon-Buddhismus. Er wird auch Nishiura Fudō genannt und heute als Tempel zur Krebsvorsorge besucht, wo Predigten und Gebete gegen Krankheit abgehalten werden. Seine Haupthalle birgt einen sitzenden hölzernen Fudō Myōō aus der Muromachi-Zeit mit zwölf stehenden Ten-Gottheiten, ein von der Stadt Gamagōri ausgewiesenes Kulturgut.
Der Tempel ist als „Krebs abwehrender Tempel“ (gan fūji no tera) bekannt, in dem Predigten und Gebete zur Krebsvorbeugung abgehalten werden. Hinter der Haupthalle liegt ein Rundgang namens Senbutsu-dō meguri, der chinesischen Höhlentempeln nachempfunden ist. Der große Kampferbaum des Tempels ist ein ausgewiesenes Naturdenkmal von Gamagōri.
Muryō-ji liegt etwa zehn Gehminuten vom Bahnhof Nishiuraguchi an der Meitetsu-Gamagōri-Linie. Die Anlage ist von 9 bis 16 Uhr geöffnet, der Eintritt ist frei; die Schatzkammer kostet extra. Das hier servierte Muschelessen muss im Voraus reserviert werden.
Der Tempel verkauft spezielle Ema-Votivtafeln, die speziell für die Vorbeugung von Krebs gedacht sind, was im Vergleich zu anderen japanischen Tempeln ungewöhnlich ist. Diese Tafeln spiegeln wider, warum viele Besucher gezielt hierherkommen, nämlich um Heilung oder Schutz für sich oder ihre Angehörigen zu erbitten.
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