獅子窟寺, Buddhistischer Tempel in Katano, Japan.
Der Tempel Shishikutsuji liegt in einer bergigen Umgebung und ist bekannt für massive Felsbrocken und eine markante Höhlenstruktur, die wie ein Löwenmaul aussieht. Das natürliche Gelände mit diesen Gesteinsformationen bildet die Grundlage für den gesamten Tempelkomplex.
Laut der Tempelchronik Shishikutsuji-ki (1692) wurde der Ort um die Regierungszeit Kaiser Monmus von En no Gyōja eröffnet. Später ließ Gyōki auf Befehl Kaiser Shōmus dort eine Halle unter dem Namen Kongō Hannya-kutsu errichten. In der Tenchō-Ära (824–833) führte Kūkai hier ein Ritual für Butsugen Butsumo durch, und im 14. Jahrhundert wurde der Tempel mit Unterstützung Kaiser Kameyamas wiederaufgebaut.
Der Tempelname stammt vom Löwenfelsen (Shishi-iwa), einem Felsen in Form eines brüllenden Löwen, an dem Kukai der Überlieferung nach Askese übte. Auf dem Gelände liegen zahlreiche benannte Felsen, darunter Kannon-iwa, Kagami-iwa und Hachijo-iwa. In der Heian-Zeit war der Ort ein Bergheiligtum des Katsuragi-Shugendo; ein Gedicht des Prinzen Shizuhito, verfasst während eines Aufenthalts in der „Löwenfelshöhle“, steht im Shingosenshu wakashu.
Der Ort ist am besten erreichbar über den steilen Bergpfad, der etwa ein Kilometer lang ist und eine gute körperliche Vorbereitung erfordert. Besucher sollten festes Schuhwerk tragen und Zeit für den Aufstieg einplanen, da der Weg eng und teilweise anspruchsvoll ist.
Der Name des Tempels stammt von einer Felsformation in Gestalt eines brüllenden Löwen am Berg Fumisen. Daneben liegt der „Frauenfelsen“, an dem Kukai im 9. Jahrhundert Askese geübt haben soll. Auf dem Gelände befinden sich zudem zwei Gräber, die Kaiser Kameyama und Kaiserin Fujiwara no Kishi zugeschrieben werden.
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