Qenbudo, Basalthöhlen in Toyooka, Japan
Genbudō ist ein System von fünf Höhlen aus Basalt in Toyooka, das durch vulkanische Aktivität vor etwa 1,6 Millionen Jahren entstanden ist. Die Höhlen zeigen charakteristische sechseckige Basaltsäulen, die sich während der Abkühlung der Lava bildeten und heute das Gelände prägen.
Der konfuzianische Gelehrte Shibano Kuriyama besuchte den Ort 1805 und hinterließ die Inschrift „Gun'yaku sōki“; bei einem zweiten Besuch 1807 benannte er die Höhle Genbudō. 1884 prägte der Geologe Koto Bundjirō nach dieser Höhle das japanische Wort für Basalt, genbugan. 1926 wies Motonori Matuyama hier umgekehrte Magnetisierung nach und veröffentlichte 1929 die erste Theorie der Umkehr des Erdmagnetfelds.
Die fünf Höhlen tragen die Namen der vier chinesischen Wächtergottheiten der Himmelsrichtungen: Genbu (Norden), Seiryu (Osten), Byakko (Westen) und zwei Suzaku-Höhlen (Süden). Der Gelehrte Shibano Kuriyama, der die Haupthöhle 1807 benannte, wählte diese Namen; dieselbe Höhle lieferte dem Japanischen später das Wort genbugan für Basalt.
Der Genbudō-Park ist seit dem 1. August 2022 kostenpflichtig; der Eintritt finanziert seine Erhaltung. Von der JR-Station Genbudō am gegenüberliegenden Ufer setzt eine kostenpflichtige Fähre in etwa drei Minuten über den Maruyama-Fluss; bei schlechtem Wetter fällt sie aus, daher vorher erkundigen. Von der Station Kinosaki Onsen sind es rund acht Minuten mit dem Taxi, von Toyooka ein Stadtbus nach Akaishi und etwa fünfzehn Minuten zu Fuß. Ab Oktober 2021 wurden Aussichtsplattformen, ein Ruhegebäude, Toiletten und Wege angelegt.
1926 stellte Motonori Matuyama von der Kaiserlichen Universität Kyoto fest, dass der Basalt hier eine umgekehrte magnetische Polarität aufweist; 1929 veröffentlichte er die erste Theorie der Umkehr des Erdmagnetfelds. Wegen dieses Fundes wurde die Stätte 2022 in die Liste der ersten 100 geologischen Welterbestätten der IUGS aufgenommen.
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