Tamanooya Shrine, Shinto-Schrein in Hofu, Japan
Tamanooya ist ein Shinto-Schrein im Viertel Ōsaki von Hōfu, Präfektur Yamaguchi. Seine Andachtshalle hat ein breites vorderes Dach aus silbergrauem Metall, das von einem hohen First links nach rechts abfällt; unter den tiefen Traufen liegt dunkles Holz. Über die Front hängen weiße rechteckige Banner mit roten Zeichen und Papierstreifen, oberhalb eines dunklen hölzernen Verandageländers, zu dem eine niedrige Steintreppe führt. Rechts im Vordergrund steht eine hohe Steinlaterne mit einem einzelnen eingemeißelten Schriftzeichen.
Der Ursprung des Schreins wird einem Clan von Perlenherstellern zugeschrieben, der Tamanooya-no-Mikoto verehrte, obwohl keine urkundlichen Belege erhalten sind. Das Nihon Shoki berichtet, dass Kaiser Keikō hier für den Sieg über die Kumaso betete. 1195 ließ der Mönch Chōgen den Schrein als Dank für die Fertigstellung des Tōdai-ji wieder aufbauen und stiftete zehn Chō steuerfreies Land; der Schrein bewahrt sein unterzeichnetes Schatzverzeichnis, ein Nationales Wichtiges Kulturgut.
Tamanooya gehört zu den ichinomiya, den Schreinen höchsten Ranges in einer Provinz, was bedeutet, dass er historisch als erster bei offiziellen Anlässen besucht wurde. Dieser Status ist bis heute spürbar, da der Schrein bei Jahresfesten besonders viele Gläubige anzieht.
Der Schrein liegt im Viertel Ōsaki, nicht im Stadtzentrum: Vom Bahnhof Hōfu (JR-West, Sanyō-Hauptlinie) sind es etwa 45 Minuten zu Fuß, von der Bushaltestelle Sōgō Iryō Center-mae rund 20 Minuten. Das Hauptfest findet am Samstag und Sonntag statt, die dem 25. September am nächsten liegen.
Der Name Tamanooya bezieht sich auf eine Gottheit der Juwelierkunst, was ungewöhnlich ist, da die meisten Schreine Kriegern oder Naturkräften gewidmet sind. Diese Verbindung zu Handwerk und Schmuck macht die hier verehrte Gottheit zu einer seltenen Figur im Shinto-Pantheon.
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