Tatsue-ji, Buddhistischer Pilgertempel in Komatsushima, Japan
Tatsue-ji ist der 19. Tempel auf der Shikoku-Pilgerroute, einem Rundweg durch 88 buddhistische Tempel auf der Insel Shikoku in Japan. Der Tempel beherbergt in seiner Haupthalle eine Statue von Jizo Bosatsu, einer Figur, die Reisende und Kinder beschützen soll.
Der Tempel wurde dem Kaiser Shomu zugeschrieben, der ihn für eine sichere Geburt der Kaiserin Komyo errichten ließ. Während der Tensho-Periode wurde er von Chosokabe Motochika zerstört und anschließend wieder aufgebaut.
Tatsue-ji wird „Tor von Shikoku“ genannt, weil Pilger hier vor dem Übergang in die nächste Provinz Station machten. Der Tempelname wird in einem Goeika gesungen, das vom Besteigen des „Schiffes des Gelübdes“ zum westlichen Paradies handelt. Eine weiße Blume namens Rikyū-bai blüht um den Todestag des Teemeisters Sen no Rikyū, und im April blühen Pfingstrosen im Tempelgelände.
Der Tempel liegt im Stadtgebiet von Komatsushima und ist zu Fuß oder mit dem Fahrrad erreichbar. Wer die gesamte Pilgerroute geht, sollte bequeme Schuhe und ausreichend Zeit für das Gelände einplanen.
Die Shirasagi-bashi überspannt den Fluss Tatsue, rund 300 m vom Tempel entfernt am Weg vom Bahnhof Tatsue. Nach dem im Tempel überlieferten Volksglauben ist ein guter Mensch, wer die Brücke überquert, ohne einen weißen Reiher zu sehen; die Zufahrtsstraße trägt den Namen der Brücke.
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