Namura Shrine, Shinto-Schrein in Ryūō, Japan
Namura Jinja ist ein Shinto-Schrein in Ryūō, Präfektur Shiga, mit zwei Hauptheiligtümern, dem Nishi-Honden und dem Higashi-Honden, hinter einem niedrigen Zaun mit weißen Papierstreifen und Holztafeln. Der 1308 wiedererrichtete Nishi-Honden ist ein dreijochiger Nagare-zukuri-Bau mit Zypressenrindendach; auf dem Kiesvorplatz stehen eine steinerne Fuchsstatue und eine hohe Steinlaterne.
Die Gründung des Schreins ist ungewiss; seine eigene Legende führt sie auf die Regierungszeit des halblegendären Kaisers Suinin zurück. Erstmals erscheint er in der Engishiki-Liste von 927. Im Jahr 969 wurde der Kami Kunisatsuchi-no-mikoto vom Berg Kinpu in der Provinz Yamato in einen neuen Nishi-Honden übertragen, während das ursprüngliche Gebäude zum Higashi-Honden wurde. Der heutige Nishi-Honden wurde 1308 wiederaufgebaut.
Der Name des Schreins stammt von 1017, als Kaiser Go-Ichijō ihn verlieh, nachdem Kiefernsetzlinge für die Neujahrs-Kadomatsu des Palastes übergeben worden waren. Sein Hauptfest, das Namura Matsuri, findet jährlich am 20. April statt: Zehn heilige Pferde und drei Mikoshi ziehen aus neun Miyaza-Gruppen umher. Das alle 33 Jahre gefeierte Großfest, 2014 zum 14. Mal begangen, versammelt Gläubige aus 33 Dörfern.
Der Schrein liegt in Ayao 467 in Ryūō, Präfektur Shiga, etwa 10 Autominuten von der Anschlussstelle Meishin Ryūō entfernt; der Parkplatz bietet Platz für 20 Pkw und 5 Großfahrzeuge. Mit dem Zug nimmt man vom Bahnhof Ōmi-Hachiman (JR-Biwako-Linie) den Bus und steigt nach rund 20 Minuten in Kawamori aus. Der Kiesvorplatz ermöglicht einen ebenen Zugang zu den Hauptgebäuden.
Die 33 Dörfer sind keine Filialschreine, sondern die Gemeindedörfer (ujiko) des Schreins, die sich früher jedes Jahr am 5. September zu einem gemeinsamen Fest trafen; seit 1599 findet dieses Treffen nur alle 33 Jahre statt, zuletzt 2014 zum 14. Mal.
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