Saidai-ji-Tempel, Buddhistischer Tempel in Higashi-ku, Japan
Saidai-ji ist ein Shingon-Tempel, auf dessen Gelände eine 1863 wiedererrichtete Haupthalle, eine 1675 wiedererrichtete dreistöckige Pagode und ein Niō-Tor von 1740 stehen. Die Haupthalle hat ein dunkles Ziegeldach mit geschwungenen Ecken, dicke Holzsäulen und eine Reihe Papierlaternen entlang der offenen Fassade. An ihrem Fuß stehen eine kleine weiße Statue und ein Schild.
Der Tempelüberlieferung zufolge begann die Geschichte 751, als Fujiwara no Minamitaru-hime in Kanaoka eine Kannon-Statue weihte. 777 errichtete der Mönch Anryū die Halle am heutigen Standort, zunächst Saidaiji genannt nach einem Rhinozeroshorn, das zur Besänftigung des Bodens vergraben wurde; später erfolgte die Umbenennung in Saidai-ji. Ein Brandbericht von 1299 nennt eine Haupthalle, eine dreistöckige Pagode und ein Niō-Tor, was zeigt, dass der Tempel bereits bedeutend war.
Der Name Saidai-ji leitet sich vom früheren Namen Sai-dai-ji ab, was „Tempel des Nashornhorns“ bedeutet, nach dem Ort, an dem ein Nashornhorn vergraben wurde, um den Boden zu besänftigen. Heute ist der Tempel die erste Station der Chūgoku-Pilgerroute zu den 33 Kannon. Sein berühmtes Eyo-Fest am dritten Samstag im Februar zeigt Männer in Lendenschurzen, die um heilige Stäbe kämpfen; Trommlerinnen eröffnen die Veranstaltung und führen eine Kaltwasserreinigung durch.
Der Saidai-ji liegt 10 Gehminuten vom JR-Bahnhof Saidaiji (Ako-Linie) und ebenso vom Busbahnhof Ryobi entfernt. Am Tag des Eyo-Festes setzt die JR zusätzliche Züge ein, und von den Busbahnhöfen Okayamas fahren direkte Busse. Der Tempel liegt nahe der Mündung des Yoshii-Flusses.
Die Shingi-Stäbe werden nicht von Mönchen geworfen, sondern nach zwei Wochen Gebet aus dem Ofuku-Fenster der Haupthalle fallen gelassen, in Goo-Papier gewickelt. Frauen beteiligen sich nicht am Gedränge, doch alle Trommlerinnen, die das Fest eröffnen, sind Frauen und reinigen sich am Abend im kalten Wasser des Kori-toriba.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 93.468 Mitwirkenden weltweit.