Arakawa No. 1 Retention Basin, Wasserrückhaltungsanlage in Sakura-ku und Toda, Japan
Das Rückhaltebecken Nr. 1 des Arakawa erstreckt sich über 8,1 km am linken Ufer des Arakawa zwischen der Hanekura-Brücke und dem Abschnitt zwischen Kōtama- und Sasame-Brücke in der Präfektur Saitama. Ein Umfassungsdeich trennt es vom Fluss, ein Ringdeich vom Binnenland. Darin liegt der Saiko-See, 8,1 km lang und 1,18 km2 groß, der 10,6 Millionen m3 Wasser speichert; die Kōtama-Brücke der Tokyo-Gaikan-Autobahn quert ihn in der Mitte.
1973 vom damaligen Bauministerium als eines von fünf Rückhaltebecken für Hochwasser- und Dürrevorsorge am Mittellauf des Arakawa geplant, ist es bislang das einzige fertiggestellte. Das Staubecken Saiko wurde 1995 benannt und im März 1997 fertiggestellt, das Becken selbst 2003. Im August 1999 nahm es erstmals Hochwasser auf, beim Taifun Hagibis 2019 speicherte es 35 der 39 Millionen Tonnen Fassungsvermögen.
Das Saiko Nature Learning Center im Becken vermittelt Besuchern Kenntnisse über Wasserwirtschaft und zeigt japanische Ingenieuransätze im Umgang mit Umweltherausforderungen. Besucher können hier verstehen, wie die Infrastruktur mit der lokalen Natur zusammenwirkt.
Der Bereich unterhalb der Sahitama-Brücke, der dem Schutz der verbliebenen Natur im Ballungsraum dient, ist gesperrt. Zum See Saiko und seinen Parks gelangt man über Straßen; die Anschlussstelle Toda-Nishi der Stadtautobahn Tokyo Gaikan und die Nationalstraße 17 führen durch das Becken. Von Juli bis September wird der Seespiegel um etwa 2,3 m abgesenkt, um Raum für Hochwasser zu lassen.
Das Becken funktioniert parallel als öffentlicher Lernraum und Hochwasserschutzanlage, wobei Besucher sehen können, wie Ingenieurfunktion und Umweltbildung zusammenpassen. Diese Doppelrolle ist selten und zeigt einen praktischen Ansatz zur Flächennutzung.
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