Ikkyū-ji Temple, Buddhistischer Tempel in Kyotanabe, Japan
Ikkyuji, formell Shūon-an, ist ein Tempel der Rinzai-Schule Ōbaku. Die Haupthalle, eine Buddha-Halle im Zen-Stil, entstand zwischen 1429 und 1441 unter Shogun Ashikaga Yoshinori; daneben stehen 1650 von Maeda Toshitsune wiedererrichtete Bauten. Die drei Gärten der Abtsresidenz sind nationale Landschaftsschutzgebiete: weißer Sand als Ozean im Süden, sechzehn Arhats im Osten, ein Trockenwasserfall im Norden. Das hohe Holztor mit grauem Ziegeldach und weißen Putzwänden steht über einer breiten Steintreppe.
Der Vorgänger des Tempels, Myōshō-ji, wurde im späten 13. Jahrhundert vom Zen-Meister Nanpo Jōmyō gegründet. 1456 baute Ikkyū Sōjun ihn als Einsiedelei wieder auf und nannte ihn Shūon-an, um seinem Lehrer zu danken. Der Fürst Maeda Toshinaga ließ die Hallen 1650 wiederherstellen; Ikkyū starb hier 1481 im Alter von 88 Jahren.
Der Tempel ist für Ikkyūji-Nattō bekannt, salzige fermentierte Sojabohnen mit Kōji-Schimmel statt des fadenziehenden Nattō; Ikkyū soll das Rezept vor rund 500 Jahren aus dem Song-China mitgebracht haben. Die Mönche stellen es noch heute her, indem sie es im Sommer ansetzen und ein Jahr lang in der Sonne trocknen. Zudem wird Ikkyūs Geburtstag am Ikkyū-Zenzai-Tag gefeiert, dem letzten Sonntag im Januar.
Der Tempel liegt in Kyotanabe, Ortsteil Taki, 102 Shin-aza Satonouchi. Von den Bahnhöfen Shin-Tanabe (Kintetsu) sowie Kyotanabe und Matsuiyamate (JR) halten die Keihan-Buslinien 66A und 66B an der Haltestelle Ikkkyu-ji, von dort 4 Minuten zu Fuß; die Linie 64 hält an Ikkyuji-michi, 5 Minuten entfernt. Auch der Direkt-Expressbus vom Bahnhof Kyoto hält an Ikkkyu-ji.
Ikkyuji-Natto ist nicht das fadenziehende Frühstücks-Natto: Es wird mit Koji-Schimmelpilz fermentiert, gesalzen und etwa ein Jahr an der Sonne getrocknet, ein haltbares Lebensmittel nach einem Rezept, das Ikkyu vor rund 500 Jahren aus dem Song-China mitbrachte. Der Abt stellt es bis heute jeden heißen Sommer von Hand her.
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