Awa Shrine, Shinto-Schrein in der Präfektur Tokushima, Japan
Der Awa-Schrein ist ein Shinto-Schrein in Ikegaya, Oasa-cho, Naruto, Präfektur Tokushima. Seine breite Halle steht auf einem niedrigen Steinsockel unter einem grünlichen, sanft geschwungenen Metalldach, mit einem niedrigeren passenden Dach über den Seitenflügeln. Dunkle Holzfelder werden von runden Pfeilern getrennt, ein Glockenstrang und ein Quastenseil hängen an der Vorderseite, und helle Steinstufen führen zur Mitte.
Kaiser Tsuchimikado wurde nach dem Jōkyū-Krieg 1221 nach Tosa verbannt, zog 1223 nach Awa und starb dort 1231; sein Einäscherungshügel liegt auf dem Gelände. Nördlich davon stand ein Schrein namens Tsuchimikado Tennō-sha, der 1875 in Maruyama-jinja umbenannt wurde. 1940, zum 2600. Jahrestag der Reichsgründung, erhielt er den Namen Awa-jinja und einen neuen Bau nordöstlich des Hügels, vollendet 1943, als er zum Präfekturschrein erhoben wurde. Die geplante Einstufung als Großschrein entfiel nach dem Krieg.
Verehrt wird Kaiser Tsuchimikado, dessen Einäscherungshügel auf dem Gelände liegt und der kaiserlichen Hofbehörde untersteht. Nördlich davon wurde seit Langem ein Schrein namens „Tennō-san“ verehrt, im Awa-shi als Kaisergrab am Fuß des Tennō-Berges verzeichnet. Zu den jährlichen Riten gehören das Yudate-Kagura am 11. Februar, das Kinensai mit Daidai-Kagura am 29. April, ein Sommerfest am ersten Sonntag im Juli und das Herbst-Reisai am 11. Oktober mit Kagura und Mikoshi-Umzug.
Der Schrein liegt neben einer Prefekturstraße und ist leicht mit dem Auto zu erreichen. Ein kostenloser Parkplatz mit Platz für etwa 20 Fahrzeuge steht zur Verfügung, und die nächste Bahnstation ist etwa 10 Minuten zu Fuß entfernt.
Der Feuerbestattungshügel Kaiser Tsuchimikados liegt auf dem Schreinareal und untersteht der kaiserlichen Haushaltsbehörde, nicht dem Schrein. Der Kaiser starb hier 1231 nach seiner Verbannung nach Awa infolge des Jōkyū-Krieges. 1943 war die Einstufung als Kanpei-Taisha vorgesehen, doch die Abschaffung des modernen Schreinrangsystems nach dem Krieg verhinderte die formelle Ernennung.
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