Costume Museum, Modemuseum in Shimogyō-ku, Japan.
Das Costume Museum ist ein Modekoseum im fünften Obergeschoss eines Bürogebäudes in Shimogyō-ku, Kyoto, das traditionelle japanische Kleidung und Textilien ausstellt. Die Exponate bestehen hauptsächlich aus handgefertigten Miniaturszenen mit Puppen in historischen Kostümen.
Das Museum wurde 1974 gegründet, um traditionelle japanische Kostüme zu erhalten und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Sein Fokus liegt auf der Heian-Zeit, einer Epoche, in der der Kaiserhof in Kyoto seinen Sitz hatte und die höfische Kultur ihren Höhepunkt erreichte.
Die Ausstellungen zeigen Szenen aus klassischer japanischer Literatur, insbesondere aus dem Genji-Monogatari, und geben einen Eindruck davon, wie Hofadlige gekleidet waren und ihren Alltag verbrachten. Kleidung war am Heian-Hof ein Zeichen des sozialen Rangs und spielte eine wichtige Rolle im höfischen Leben.
Das Museum befindet sich im fünften Stockwerk eines Bürogebäudes in der Nähe des Bahnhofs Kyoto, und der Eingang kann leicht übersehen werden. Es empfiehlt sich, genügend Zeit einzuplanen, um die feinen Details in den einzelnen Szenen in Ruhe betrachten zu können.
Die Puppen in den Szenen tragen Kostüme im Maßstab 1:4, die nach historischen Originalen angefertigt wurden, einschließlich der Schichten und Stoffe, die am Heian-Hof üblich waren. In dieser Zeit trugen Hofdamen bis zu zwölf übereinandergelegte Gewänder, eine Praxis, die als juunihitoe bekannt ist und in einigen Dioramen deutlich sichtbar ist.
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