Takabe Shrine, Shinto-Schrein in Japan
Der Takabe-Schrein in Minamiboso ist ein Shinto-Schrein, dessen hölzerne Andachtshalle ein dickes Reetdach besitzt, das zwei dunkle Balken überqueren, die oberhalb des Firsts ein X bilden. Ein heiliges Seil mit weißen Zickzack-Papierstreifen hängt zwischen zwei runden Pfeilern unter dem Giebel, und Gitterfenster rahmen die mittlere Tür. Zwei weiße Papierlaternen mit der Aufschrift „高家神社“ stehen am Eingang.
Die Herkunft des Schreins ist unklar; die eigene Überlieferung führt ihn auf Nachkommen von Iwakamutsukari no Mikoto zurück, die sich in der Provinz Awa niederließen. Im Engishiki-Register erscheint er als Takabe-Schrein des Bezirks Asai, verfiel später und sein Standort ging verloren. Der heutige Schrein entstand 1620, als Takagi Kichiemon unter einem Kirschbaum ein Holzbild und zwei Spiegel fand und den Shinmeisha gründete; 1819 wurde er, nachdem die Spiegel Iwakamutsukari no Mikoto nannten, in Takabe-Schrein umbenannt.
Der Schrein verehrt Iwakamutsukari-no-Mikoto, eine Gottheit des Kochens, die von Köchen und Sojasaucenbrauern verehrt wird. Sein Name wurde durch die Schriften von Tanaka Naotaro von der Sojasaucenfirma Higeta in Choshi, von Ishii Jihei, Autor des Nihon Ryoriho Taizen, und von Miyake Koken vom Nihon Ryori Kenkyukai in ganz Japan bekannt. Eine Holzstatue und zwei Spiegel, die 1620 unter einem Kirschbaum gefunden wurden, bilden seinen heiligen Leib.
Der Schrein liegt im Gebiet der ehemaligen Stadt Chikura in Minamiboso, im Süden der Präfektur Chiba. Über steinerne Stufen gelangt man auf ein erhöhtes Steinpodest vor der hölzernen Fassade; die beiden weißen Papierlaternen neben dem Eingang tragen die Aufschrift „高家神社“. Das Gelände ist klein, der Besuch daher kurz; nach den Tagen der Messerzeremonie fragt man am besten vor Ort.
Bekannt wurde das Heiligtum landesweit durch drei Männer: Tanaka Naotaro, später Verfasser einer Geschichte der Sojasaucenbrauerei, der in der Higeta-Sojafabrik in Choshi einen abgeteilten Kami verehren ließ; Ishii Jihei, Verfasser der Vollständigen japanischen Kochkunst; und Miyake Koken von der Japanischen Kochforschungsgesellschaft.
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