Ryūkaku-ji, Buddhistischer Tempel in Sakae, Japan
Ryūkaku-ji ist ein buddhistischer Tempel auf einem Plateau in der Nähe des Inbanuma-Sees in der Präfektur Chiba in Japan. Das Gelände umfasst einen Hauptheilungsschrein mit einer Bronze-Statue von Yakushi Nyōrai, einem alten Südtor sowie Fundamentsteinen und Dachziegeln aus der Nara-Zeit.
Der Tempel wurde 709 während der Regentschaft von Kaiserin Genmei gegründet und gehört damit zu den frühesten religiösen Stätten Ostjapans. Im Jahr 1933 wurde er offiziell als nationale historische Stätte anerkannt, womit seine Bedeutung für die Geschichte der Region bestätigt wurde.
Der Tempel gehört zur Tendai-Schule des Buddhismus, deren Traditionen bis ins frühe Mittelalter zurückreichen. Bei einem Besuch lassen sich gepflegte Zeremonienräume und Gedenksteine beobachten, die auf eine ununterbrochene religiöse Nutzung des Ortes hinweisen.
Der Tempel ist frei zugänglich und das Gelände lässt sich zu Fuß gut erkunden, wobei einige Bereiche unebenen Boden aufweisen. Ein Besuch an einem Wochentag ist ruhiger, sodass man die Fundamente und Dachziegel in Ruhe betrachten kann.
Im Jahr 731 soll während einer schweren Dürre ein Drache in drei Wesen geteilt worden sein, die sich an verschiedenen Stellen im Tempelgelände niederließen. Diese Legende erklärt, warum das Gelände in drei getrennte spirituelle Bereiche aufgeteilt zu sein scheint, die jeweils eine eigene Schrein-Struktur beherbergen.
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