Suruga kokubun-ji, Buddhistischer Tempel in Aoi-ku, Japan
Suruga kokubun-ji ist ein Tempel in Aoi-ku, dessen archäologische Funde Grundmauern von Pagoden, Hallen und anderen religiösen Gebäuden zeigen. Die ausgegrabenen Überreste erstrecken sich über ein beträchtliches Areal und enthüllen die räumliche Anordnung einer großen Tempelanlage.
Kaiser Shōmu gründete diesen Tempel 741 als Teil eines Netzwerks von Provinztempeln, die das buddhistische Vertrauen in seinem Reich verbreiten sollten. Die Anlage war über mehrere Jahrhunderte hinweg ein wichtiges religiöses Zentrum, bevor sie schließlich aufgegeben wurde.
Besucher sehen heute die Grundmauern verschiedener Gebäude, die zeigen, wie Tempel nach klassischem Muster aufgebaut waren. Die Anordnung der Überreste vermittelt einen Eindruck davon, wie die tägliche Nutzung in einem Kloster ablief.
Der Ort ist heute eine Ausgrabungsstätte, wo man die Grundmauern verschiedener Gebäude als Markierungen im Boden sehen kann. Der Besuch ist kostenlos zugänglich, erfordert aber etwas Vorstellungskraft, um die ursprüngliche Struktur aus den Resten zu verstehen.
Archäologische Ausgrabungen zwischen 1985 und 2009 enthüllten, dass eine Pagode auf dem Gelände älter war als die Hauptgebäude. Dies deutet darauf hin, dass bereits vor dem kaiserlichen Edikt zum Bau von Provinztempeln ein religiöser Ort an dieser Stelle bestand.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.