Katayama temple ruins, Buddhistische Tempelruinen in Suruga-ku, Japan.
Die Katayama-Tempelruinen sind ein archäologischer Fundplatz mit Fundamentsteinen, Lehmplattformen und strukturellen Überresten eines Tempelkomplexes von etwa 160 Metern Kantenlänge. Die Ausgrabungsstätte zeigt deutlich, wie die Gebäude angeordnet waren und welche Materialien für ihre Konstruktion verwendet wurden.
Die Tempelruinen stammen aus der späten Nara- und frühen Heian-Zeit, vom späten 8. bis zum frühen 10. Jahrhundert, wobei mehrere Bauphasen identifiziert wurden. Diese Zeitspanne dokumentiert eine Phase intensiver religiöser Architekturentwicklung in Japan.
Der Ort trägt spuren von Keramikscherben mit Kume-hyo Inschriften, welche eine Verbindung zum administrativen System Ritsuryo aus dem 7. Jahrhundert andeuten. Diese Funde zeigen, wie dieser Tempel in ein übergeordnetes gesellschaftliches und verwaltungssystem eingebunden war.
Der Ort liegt etwa 3,5 Kilometer südöstlich des Bahnhofs JR Tokai Shizuoka und ist teilweise unter der Tomei Expressway und einer Präfekturalstraße verborgen. Die Zugänglichkeit zur Stätte kann durch diese städtische Infrastruktur beeinträchtigt sein, daher ist eine Vorbereitung auf möglicherweise begrenzte Zugangsoptionen sinnvoll.
Bei Ausgrabungen wurde ein großer Müllhaufen 500 Meter südlich der Ruinen entdeckt, der Dachziegel und andere Keramik enthielt. Ähnliche Dachziegelfragmente wurden auch an der nahe gelegenen Miyagawa-Brennerei gefunden, was auf eine direkte handwerkliche Verbindung hinweist.
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