松應寺, Buddhistischer Tempel in Okazaki, Japan.
松應寺 (Shōji-ji) ist ein buddhistischer Tempel in Okazaki, Japan, der durch einen hölzernen Arkadengang mit dem benachbarten Einkaufsviertel Miyakoya verbunden ist. Der Tempelkomplex besteht aus einem Hauptgebäude und einem gepflasterten Vorplatz, auf dem Marktveranstaltungen stattfinden.
Der Tempel wurde 1560 von Tokugawa Ieyasu zum Gedenken an seinen Vater Matsudaira Hirotada errichtet, der 1549 von treulosen Gefolgsleuten getötet worden war. Die Gründung fällt in eine Zeit tiefer politischer Umbrüche in Japan, kurz bevor Ieyasu zu einer der prägendsten Gestalten der Landesgeschichte werden sollte.
Der Tempel ist die fünfte Station auf dem Mikawa-Pilgerweg, der den 33 Kannon-Tempeln der Region gewidmet ist, und Pilger besuchen ihn als Teil einer längeren spirituellen Reise durch die Gegend. Jeden dritten Samstag im Monat verwandelt sich das Gelände in einen kleinen Markt, auf dem lokale Händler ihre Waren anbieten und Bewohner aus der Umgebung zusammenkommen.
Das Tempelgelände ist zu Fuß erreichbar und eignet sich gut für einen ruhigen Spaziergang, vor allem wenn man auch das angrenzende Einkaufsviertel besuchen möchte. Am dritten Samstag jedes Monats ist der Tempel durch den lokalen Markt belebter als sonst, was einen etwas anderen Besuch ermöglicht.
Auf dem Tempelgelände wächst eine weiße Glyzinie, die erst dann aufblüht, wenn die rosa Kirschblüten bereits verblasst sind, sodass der Frühling in zwei deutlich getrennten Wellen erlebt werden kann. Wer beide Blüten sehen möchte, muss den Tempel also an zwei verschiedenen Terminen im selben Frühjahr besuchen.
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