中禅寺, Buddhistischer Tempel in Ueda, Japan.
Der Tempel besteht aus mehreren Gebetshallen, die durch überdachte Wege verbunden sind und von traditionellen japanischen Gärten mit Steinlaternen und Ahornbäumen umgeben werden. Die Anlage folgt einem klaren Grundplan mit klar definierten Bereichen für verschiedene religiöse und alltägliche Funktionen.
Die Gründung erfolgte in der Kamakura-Zeit, als die Sōtō-Schule sich in der Region ausbreitete und der Tempel zum Zentrum für Buddhismus wurde. Die Familie Hōjō unterstützte die Anlage lange Zeit, bis die politischen Strukturen sich in den 1330er Jahren änderten.
Das Wesen dieses Ortes ist tief in der Sōtō-Schule des Buddhismus verankert, die sich in alltäglichen Abläufen und Zeremonien widerspiegelt. Wer den Tempel besucht, kann diese gelebte Praxis unmittelbar in den Gesängen der Mönche und ihren rituellen Handlungen erleben.
Der Tempel ist zu Fuß etwa 15 Minuten vom Bahnhof Ueda zu erreichen. Der Besuch ermöglicht den Zugang zur Haupthalle und den Gärten, wobei das Gelände an den meisten Tagen offen ist und man sich ausreichend Zeit für das Erkunden nehmen sollte.
Im Tempel befinden sich hölzerne Statuen von sitzenden Figuren aus dem Jahr 1329, die der Handwerker Hyobu geschaffen hat und einen seltenen Einblick in die Erscheinung mittelalterlicher buddhistischer Priester bieten. Diese Kunstwerke geben einen unmittelbaren Einblick in die Ikonographie und die Darstellung religiöser Würdenträger jener Zeit.
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