Myōkensan Kofun, Alter Grabhügel in Imabari, Japan
Myōkensan Kofun ist ein etwa 56 Meter langer Grabhügel mit charakteristischer Schlüssellochform in Imabari. Die Anlage besitzt zwei getrennte unterirdische Kammern, die in den Granit des Berges eingegraben wurden und verschiedene Grabbeigaben enthielten.
Der Grabhügel stammt aus der frühen Kofun-Periode und gehört zu einer Zeit, als solche Mound-Gräber in Japan erbaut wurden. Ausgrabungen zwischen 1990 und 1993 legten Funde aus dieser Epoche frei und halfen, die Bestattungspraktiken jener Zeit zu verstehen.
Der Hügel zeigt in seiner Form und Anordnung, wie Menschen der damaligen Zeit ihre Verstorbenen ehrten und welche Gegenstände ihnen ins Jenseits mitgaben. Die Art, wie die Kammern gebaut wurden, spiegelt wider, wer in dieser Gesellschaft wichtig und mächtig war.
Der Ort ist von der Station Onishi an der Yosan-Linie zu Fuß erreichbar und liegt relativ leicht zugänglich in Imabari. Es ist hilfreich, bequeme Schuhe zu tragen und die Umgebung tagsüber zu besuchen, um den Hügel und die Umgebung gut sehen zu können.
In einer der Kammern wurde ein vollständiger chinesischer Bronzespiegel gefunden, ein seltenes Objekt, das zeigt, wie weit die Handelskontakte in dieser Zeit reichten. Dieser kostbare Spiegel war wahrscheinlich ein wertvoll Besitz, der mit dem Verstorbenen ins Grab gelegt wurde.
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