Friedenspalast, Internationaler Gerichtshof in Den Haag, Niederlande.
Der Friedenspalast ist ein Gerichtsgebäude aus rotem Backstein mit einem achtzig Meter hohen Turm, der den Internationalen Gerichtshof und das Ständige Schiedsgericht beherbergt. Die Architektur folgt Renaissance-Vorbildern mit Zinnen, Erkern und verzierten Fenstern, die einem Schloss ähneln.
Der französische Architekt Louis Marie Cordonnier entwarf das Gebäude, das am 28. August 1913 mit Mitteln des amerikanischen Industriellen Andrew Carnegie eröffnet wurde. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde es Sitz des neu gegründeten Ständigen Internationalen Gerichtshofs.
Der Name kommt von der Friedensbewegung des frühen zwanzigsten Jahrhunderts, die einen dauerhaften Ort für internationale Streitschlichtung schaffen wollte. Besucher sehen heute Sitzungssäle, in denen Richter aus aller Welt zusammenkommen, um völkerrechtliche Fälle zu verhandeln.
Das Besucherzentrum organisiert Führungen, die die Architektur und die Justizbehörden vorstellen, aber man muss sich im Voraus anmelden. Das Gelände mit seinen Gärten und Teichen ist frei zugänglich und bietet einen guten Blick auf die Fassade.
Mehr als zwanzig Länder spendeten Baumaterialien und Kunstwerke, darunter russische Vasen, italienischen Marmor und indonesisches Holz. Die Bibliothek im Gebäude sammelt seit der Eröffnung völkerrechtliche Dokumente und zählt heute zu den größten juristischen Sammlungen der Welt.
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