Wilhelminaoord, Kulturerbekolonie in Westerveld, Niederlande.
Wilhelminaoord ist eine geplante Siedlung aus dem 19. Jahrhundert auf dem Land von Westerveld mit ordentlich angeordneten Wohnhäusern, Dormitorien für Arbeiter und einem zentralen Kirchengebäude. Die Anlage zeigt eine systematische Struktur, in der alles für gemeinsames Leben und Arbeiten vorgesehen wurde.
Die Siedlung wurde um 1820 gegründet, um armen Menschen Arbeit, Wohnraum und Ausbildung zu geben, damit sie selbstständig leben konnten. Sie wurde Teil eines größeren Programmes der Niederlande zur Unterstützung bedürftiger Bürger.
Die Kolonie zeigt bis heute, wie Gemeinschaften in der Vergangenheit zusammenleben sollten: Die Bewohner arbeiteten auf den Feldern und lernten handwerkliche Fähigkeiten in einem Umfeld, das für ihr Auskommen sorgte. Die Gebäude und Straßenführung spiegeln diese Idee wider und zeigen, wie man Arbeit, Lernen und Wohnen gemeinsam organisieren wollte.
Die Siedlung liegt auf dem Lande und ist mit regionalen Bussen von Steenwijk aus erreichbar. Das nahe gelegene Besucherzentrum in Frederiksoord bietet Informationen und Führungen durch das Gelände an.
Die Kolonie führte ein frühes System der sozialen Sicherheit ein, bei dem Bewohner finanzielle Unterstützung erhielten und damit die modernen niederländischen Sozialversicherungsprogramme beeinflussten. Dieses Experiment war für seine Zeit sehr fortschrittlich und zeigte neue Möglichkeiten, Armut zu bekämpfen.
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