Buitengasthuis, Gesundheitseinrichtung in Amsterdam, Niederlande.
Das Buitengasthuis war eine Krankenanlage außerhalb der Amsterdamer Stadtmauern mit einer quadratischen Grundform und Kanälen ringsum. Der Innenhof war großzügig bemessen, und vier Flügel behandelten unterschiedliche Patientenkategorien in separaten Bereichen.
Die Anlage entstand ab 1630 als Reaktion auf wiederholte Pestwellen, die die Stadt heimsuchten und viele Menschen dahinrafften. Sie funktionierte über 260 Jahre lang, bevor ihre Patienten 1893 in ein neueres Krankenhaus verlegt wurden.
Das Gebäude war bewusst wie ein Herrenhaus gestaltet und nicht wie ein typisches Krankenhaus, was die Vorstellung der damaligen Zeit von Heilung und Würde widerspiegelt. Die vier separaten Bereiche für verschiedene Patientengruppen zeigten, wie sorgfältig man Pflege und Genesung organisierte.
Das Gelände befand sich abseits der Stadt, daher erfolgte die Anlieferung von Patienten und Vorräten hauptsächlich über einen Steg zum Wasser. Der Standort erforderte eine gute Orientierung, da man das Innere des quadratischen Komplexes zu Fuß erreichte.
Die Anlage fasste knapp 340 Patienten und behielt diese Kapazität über Jahrhunderte, ohne modernisiert zu werden. Erst als eine ganz neue Art von Krankenhaus gebaut wurde, verließ die Institution ihren ursprünglichen Platz.
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