Ethnographic Museum Artis, Ethnographische Sammlung in Amsterdam, Niederlande.
Das Ethnographische Museum Artis war ein Kunstmuseum in Amsterdam, das Objekte aus Forschungsexpeditionen in Niederländisch-Neuguinea sowie Artefakte aus China, Korea, Japan, Afrika und Ozeanien zeigte. Die Sammlung umfasste vor ihrer Verlegung ins Tropenmuseum im Jahr 1926 eine große Vielfalt von Objekten aus verschiedenen Weltregionen.
Das Museum wurde 1838 von der Koeniglichen Zoologischen Gesellschaft Natura Artis Magistra gegruendet und verband anfangs lebende Tiere, zoologische Materialien, Mineralien und ethnographische Objekte. Waehrend seines Bestehens entwickelte es sich zu einer bedeutenden Sammlungsinstitution, bevor die ethnographische Sammlung 1926 an das Tropenmuseum abgegeben wurde.
Das Ethnographische Museum zeigte die Arbeiten von Linguist Herman Neubronner van der Tuuk, dessen Sammlungen einen großen Teil der Bestände bildeten. Die Objekte spiegelten die Verbindung zwischen wissenschaftlicher Forschung und der Dokumentation von Kulturen wider, die während europäischer Expeditionen erforscht wurden.
Das Museum befand sich im Artis-Zoo-Komplex in Amsterdam und war Teil einer groesseren Einrichtung, die verschiedene Arten von Sammlungen unter einem Dach vereinte. Besucher konnten die ethnographischen Objekte zusammen mit anderen wissenschaftlichen Materialien und lebenden Tieren erkunden, bevor die Sammlung verlegt wurde.
Das Museum nutzte mehrere Gebaeude, darunter das Grosse Museum und das Kleine Museum, bevor es zum 50-jaehrigen Jubilaeum 1888 ins Volharding-Gebaeude umzog. Dieser Umzug markierte einen Wendepunkt in der Geschichte der Institution und zeigte ihr Wachstum als bedeutende Sammlungsinstitution.
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