Volkerak, abgedämmtes Tidegewässer im Rheindelta in den Niederlanden
Das Volkerak ist ein großes Süßwasserreservoir in den Niederlanden, das sich zwischen mehreren Regionen und Inseln erstreckt und durch Dämme und Schleusen kontrolliert wird. Die Wasserfläche ist flach und offen, mit Grasufern und wenigen Bäumen, was dem Gebiet ein weitläufiges und ruhiges Erscheinungsbild verleiht.
Das Volkerak entststand nach der großen Sturmflut von 1421, die die Landschaft in ein riesiges Binnenmeer verwandelte und das Gebiet für Jahrhunderte mit Gezeiten prägte. 1987 wurde es durch den Bau von Dämmen vom Meer abgetrennt und in ein Süßwasserreservoir umgewandelt, um die Region vor Hochwasser zu schützen.
Das Volkerak ist ein Ort, an dem die Niederländer ihre lange Beziehung zum Wasser leben und pflegen. Hier sind Fischerboote und kleine Häfen Teil des alltäglichen Bildes, das zeigt, wie eng die lokale Bevölkerung mit dem Gewässer verbunden ist.
Das Volkerak ist am besten mit dem Boot zu erkunden, da die Ufer flach und offen sind und von verschiedenen Anlegestellen aus erreichbar sind. Der Bau der Schleuse bei Willemstad ermöglicht es Booten, zwischen verschiedenen Wasserbereichen zu verkehren, und es gibt mehrere Punkte entlang der Ufer zum Spaziergang oder zum Angeln.
Das Volkerak war ursprünglich ein gezeitengeprägtes Gewässer, das direkt mit der Nordsee verbunden war und Salzwasser enthielt, bis die Sperrung 1987 dieses dynamische System in ein stabiles Süßwasser umwandelte. Heute gibt es Überlegungen, es teilweise wieder zu versalzen, um die Artenvielfalt wiederherzustellen und die Wasserqualität zu verbessern.
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