Hembrug, Eisenbahndrehbrücke in Westpoort, Niederlande
Die Hembrug ist eine Eisenbahnbrücke aus Stahlkonstruktion, die den Noordzeekanal überquert und Amsterdam mit Zaandam verbindet. Mit einer Spannweite von 64 Metern war sie ein wichtiger Verknotungspunkt für den Schienenverkehr in dieser Region.
Die Brücke wurde 1878 ursprünglich erbaut und dann zwischen 1903 und 1907 grundlegend erneuert, um den wachsenden Eisenbahnverkehr zu bewältigen. Nach der Eröffnung des Hemtunnels 1983 wurde der Eisenbahnbetrieb eingestellt.
Die Gegend um die Brücke war stark von der Schwerindustrie geprägt, besonders durch eine Munitionsfabrik, die viele Arbeiter beschäftigte. Dieser industrielle Charakter hat die Identität des Viertels über Jahrzehnte definiert.
Die Brücke ist von Landseite aus zugänglich und bietet einen guten Überblick über den Kanal und das umliegende Industriegebiet. Der Standort ist auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut erreichbar und liegt in Fußwegentfernung zu anderen historischen Industriebauten.
Während des Zweiten Weltkriegs führten niederländische Widerstandskämpfer Unterwasseroperationen durch, um deutsche Sprengstoff von der mittleren Stütze der Brücke zu entfernen. Diese geheime Mission war Teil des Kampfes gegen die Besatzung und hinterließ eine fast unsichtbare Spur in der Geschichte des Bauwerks.
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