Bohoniki Mosque, Holzmoschee in Bohoniki, Polen
Die Bohoniki Moschee ist ein aus Holz gebautes Gebethaus in diesem Dorf im Nordosten Polens mit weißen Wänden und einem Dach aus Holzschindeln. Das Innere zeigt eine Empore für Frauen, arabische Schriftzeichen an den Wänden und einen Mihrab, der nach Mekka ausgerichtet ist.
Der Bau stammt aus dem Jahr 1717, als tatarische Militäroffiziere vom König Jan III. Sobieski als Belohnung für ihre Kriegsdienste Ländereien erhielten. Dieses Geschenk machte das Dorf zu einem wichtigen Zentrum für die tatarische Gemeinde in der Region.
Die Moschee ist bis heute ein Ort der Andacht für die lokale Tatar-Gemeinde und prägt das religiöse Leben des Dorfes. Hier finden regelmäßig Gebete und traditionelle Feste statt, die das Zusammenleben der Gemeinschaft widerspiegeln.
Um die Moschee zu besuchen, können Besucher die Schlüssel bei einem nahegelegenen tatarischen Bauernhof abholen, wo auch traditionelle Gerichte und Unterkunft in einem Jurten-Zelt angeboten werden. Es ist ratsam, vorher Kontakt aufzunehmen, um sicherzustellen, dass jemand erreichbar ist.
Das Bauwerk ist eines der wenigen erhaltenen Beispiele einer traditionellen tatarischen Moschee aus dem 18. Jahrhundert in Mitteleuropa und zeigt die handwerkliche Bauweise jener Zeit. Seine Holzkonstruktion und das einfache Design geben einen seltenen Einblick in die Geschichte der tatarischen Präsenz in dieser Region.
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