32 Narutowicza Street in Łódź, Historisches Mietshaus im Stadtteil Katedralna, Łódź, Polen.
Das Auerbach-Haus in der Narutowicza-Straße 32 ist ein eklektisches Gebäude von Gustaw Landau-Gutenteger, das neorenaissance- und neoromanische Formen verbindet. Seine gelbe Ziegelfassade, teils grau verputzt, hat zwei Risalite: der rechte mit tiefen Loggien, der linke mit Balkonen. Zu den neoromanischen Details gehören Fledermäuse mit Menschengesichtern, Rosetten, Säulchen, Biforien und Triforien sowie kyrillische Inschriften an den Risaliten.
Das Haus wurde 1896 unter Leitung des Architekten Gustaw Landau-Gutenteger erbaut und ersetzte ein einstöckiges Holzhaus, das Lagerräume enthielt. Diese Umwandlung markierte die Entwicklung des Stadtteils Katedralna zu einer dichter bebauten, kommerzielleren Gegend.
Vor dem Zweiten Weltkrieg beherbergte das Gebäude den Gesangverein „Szir“ und auf seinem Hof die Wollfabrik der Brüder Teitelbaum. Nach dem Krieg beherbergte es eine Druckerei der jüdischen Presse und die Redaktion der Zeitung „Dos Naje Lebn“ sowie den Verband jüdischer Schriftsteller und Journalisten.
Das Gebäude steht an der Narutowicza-Straße 32 im Stadtteil Katedralna; durch eine Durchfahrt gelangt man in einen Hof, den zwei Seitenflügel rahmen. Es ist ein bewohnter Mietshausblock, daher betrachtet man Fassade und Hof von der Straße und der öffentlichen Durchfahrt aus. Die kyrillischen Ladenaufschriften an den Risaliten liest man am besten vom gegenüberliegenden Gehweg.
Wer die Pilaster hinaufschaut, erkennt neoromanische Bildhauerarbeit: Fledermäuse mit Menschengesichtern und andere Fantasiegestalten, dazu Rosetten, Säulchen mit Kapitellen, Biforien und Triforien. An den Risaliten sind zudem kyrillische Inschriften erhalten, wohl Ladenwerbungen aus der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg.
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