Saint Florian church in Koprzywnica, Romanische Kirche in Koprzywnica, Polen
Die Sankt-Florian-Kirche ist eine dreischiffige Basilika mit Querhaus und rechteckigem Presbyterium, aus Stein unter Meister Simon errichtet und 1207 geweiht. Kreuzrippengewölbe, Zahnschnittfries und Kapitelle mit geometrischen und pflanzlichen Reliefs stammen aus der romanischen Bauphase, während die Fassade des 18. Jahrhunderts und der kelchförmige Dachreiter, 1678 vom Krakauer Meister Michał Pfaf gefertigt, spätere Umbauten belegen.
Die Zisterzienserabtei wurde um 1183 von Graf Mikołaj Bogoria von Skotniki mit Unterstützung Herzog Kasimirs des Gerechten gegründet; die ersten Mönche kamen 1185 aus Morimond. Die romanische Kirche entstand unter Meister Simon zwischen 1207 und 1220 und wurde 1207 von Bischof Pełka von Krakau geweiht. Mongolische Überfälle verwüsteten das Kloster 1241 und 1259; nach der Aufhebung des Ordens durch die russischen Behörden 1819 wurde die Kirche 1821 Pfarrkirche.
Seit 1821 ist die Kirche Pfarrkirche, nachdem Bischof Prosper Burzyński von Sandomierz sie nach der Aufhebung des Zisterzienserordens 1819 übernommen hatte. An der Südwand des Presbyteriums sind gotische Wandmalereien aus dem frühen 15. Jahrhundert erhalten, die das Jüngste Gericht und Szenen aus dem Leben Marias zeigen. Die Reliquien des heiligen Florian wurden am 4. Mai 1995 in die Kirche gebracht.
Die Kirche ist eine aktive Pfarrei; ein Besuch außerhalb der Messzeiten bietet sich an. Die ehemaligen Klosterräume sind ungenutzt, ausgenommen der Kapitelsaal, der als Lapidarium dient. Der Innenboden ist eben, doch die romanischen Steine und die kuppelartige Turmhaube von 1678 sollte man langsam betrachten. Der Ostflügel des Klosters steht neben der Kirche.
Die Steinmetzzeichen von Handwerkern, die die Kirche erbauten, sind an mehreren Steinen sichtbar und markieren ihre Arbeit wie mittelalterliche Signaturen. Diese kleinen eingravierte Symbole ermöglichen es Besuchern heute, die individuellen Handwerker zu erkennen, die vor über 700 Jahren an diesem Bauwerk arbeiteten.
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