Fränkel's villa in Prudnik, Klassizistische Villa in der Tadeusza-Kościuszki-Straße, Prudnik, Polen
Fränkels Villa ist ein klassizistisches Backsteinwohnhaus in der Kościuszki-Straße 1A in Prudnik, auf rechteckigem Grundriss mit Risaliten und vier Geschossen unter einem Walmdach errichtet. Die verputzten Fassaden tragen Bossenwerk und Stuck, englische Metallfenster sitzen in den Arkaden der Loggia. Im Inneren sind die Räume um ein repräsentatives Vestibül angeordnet.
Hermann Fränkel, Sohn von Samuel und Mitinhaber der Textilfirma S. Fränkel, des späteren Frotex, ließ die Villa 1883 errichten. Anfang des 20. Jahrhunderts erfolgte ein erster Umbau, in den 1920er Jahren wurden in die Arkaden der Loggia englische Metallfenster eingebaut. Nach 1945 diente sie als Sitz des Landrats, dann als Kindergarten und später als Haus des Webers von Frotex. Die Gemeinde übernahm sie 2006 und restaurierte sie zwischen 2010 und 2011.
Seit 2011 ist die Villa Sitz des Prudnicki Ośrodek Kultury, des Kulturzentrums der Stadt. In ihrem Garten findet jedes Jahr am ersten Augustwochenende ein internationales Jazzfestival statt, das 2014 begann. Das Gebäude war auch im Film zu sehen, unter anderem bei Dreharbeiten am 19. Oktober 2018 für Lech Majewskis „Brigitte Bardot cudowna“.
Das Gebäude befindet sich im Zentrum von Prudnik an einer gut erreichbaren Adresse und kann mit öffentlichen Verkehrsmitteln leicht erreicht werden. Besucher sollten den Kulturzentrum Prudnicki kontaktieren, um aktuelle Öffnungszeiten und Ausstellungen zu erfahren.
Das Treppenhaus trägt ein Fresko von Eugen Hanetzog aus dem Jahr 1886 mit der Auffindung des Moses (Ex 2,4-6), daneben einen Brunnen, dessen Figur Hermann Fränkels Frau Flora Alexander darstellt. Ein Kamin, ein sezessionistischer Brunnen und ein großes Oberlicht stehen für Feuer, Wasser und Luft.
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