Gilgal I, Neolithischer archäologischer Tell im Jordantal, Westjordanland.
Gilgal I ist ein neolithischer Fundort im Jordantal mit dreizehn kreisförmigen Strukturen aus Lehm und Stein. Diese Überreste stammen aus einer Zeit vor etwa 11.400 Jahren und zeigen, wie Menschen damals siedelten.
Der Ort wurde ab 1979 ausgegraben und offenbarte die ältesten kultivierten Feigen der Welt in einem verbrannten Haus. Der Fund belegt, dass Menschen Feigen anboten, bevor sie andere Feldfrüchte domestizierten.
Der Ort zeigt, wie frühe Bewohner Getreide und Früchte sammelten und lagerten, wobei Feigen einen besonderen Platz in ihrem Leben einnahmen. Diese Praktiken geben Einblick in die ersten Schritte zur Lebensweise, die Menschen sesshaft machte.
Der Ort liegt nördlich von Jericho im Jordantal und wird schrittweise mit einem Bildungszentrum weiterentwickelt. Besucher sollten auf sandiges Gelände und begrenzte Schattenplätze vorbereitet sein.
Die Feigen hier wurden durch vegetative Vermehrung gezüchtet, nicht aus Samen, was eine bewusste Pflanzenzucht andeutet. Dies geschah ein Jahrtausend vor der Domestikation von Weizen und zeigt, dass Menschen erste Pflanzen auswählten, lange bevor sie Getreide anbauten.
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