Pinhão, Gemeinde und Dorf im Kreis Alijó, Portugal
Pinhão ist ein kleines Dorf und eine Gemeinde (freguesia) am rechten Ufer des Douro im Norden Portugals, im Kreis Alijó gelegen. Es liegt inmitten der Weinregion Alto Douro, die für die Produktion von Portwein bekannt ist, und ist von Terrassen-Weinbergen und Hügeln umgeben.
Pinhão wurde durch den Portoweinhandel bekannt, der die Region im 17. und 18. Jahrhundert wohlhabend machte und zur Errichtung repräsentativer Herrenhäuser führte. Die Eisenbahn, die im 19. Jahrhundert eröffnet wurde, verband das Dorf mit dem Rest Portugals und erleichterte den Export der lokalen Weine erheblich.
Der Bahnhof von Pinhão ist mit blauen und weißen Azulejo-Kacheln bedeckt, die Szenen der Weinlese und der traditionellen Rabelo-Boote zeigen. Wer den Bahnsteig betritt, liest so die Geschichte des Weins wie in einem offenen Buch.
Das Dorf ist zu Fuß gut erkundbar, da der Flussufer-Bereich und die wichtigsten Sehenswürdigkeiten nah beieinander liegen. Ein eigenes Fahrzeug ist jedoch hilfreich, um die umliegenden Weingüter und Hügeldörfer in der weiteren Region zu besuchen.
Der Bahnhof von Pinhão wurde 1937 eröffnet und seine Azulejo-Tafeln gelten als einige der schönsten in ganz Portugal. Die Darstellungen auf den Kacheln zeigen nicht nur den Wein, sondern auch die Menschen und Berufe, die das Alltagsleben in der Region über Jahrzehnte geprägt haben.
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